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Hanna Kroißenbrunner

Hanna Kroißenbrunner

Datenpanne und Coronavirus – Wird die 72-Stunden-Meldefrist ausgesetzt?

Passiert in einem Unternehmen eine Datenpanne, also die Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten, müssen die Verantwortlichen sehr schnell reagieren. Sollte eine Meldung an die Datenschutzbehörde notwendig sein, muss diese immerhin innerhalb von 72 Stunden erfolgen. Das ist wirklich keine lange Zeit!

Das 2. COVID-19-Gesetzespaket lockert die Einhaltung einiger Fristen, wie beispielsweise für Zivilverfahren, gerichtliche Verfahren und Verwaltungsverfahren. Gilt das nun auch für die Meldefrist einer Datenpanne?

Nein! Daran hat sich nichts geändert – Datenpannen müssen weiterhin innerhalb von 72 Stunden bei der Datenschutzbehörde gemeldet werden. Besonders in stressigen Zeiten passieren mehr Pannen – denken Sie nur an das Versenden vieler personenbezogender, im schlimmsten Fall sensibler Daten an jemanden, für den das Email nicht bestimmt war! Sollte es allerdings zu einer Verzögerung kommen, die aufgrund unmittelbarer Auswirkungen des COVID-19 verursacht wurde, kann man wohl annehmen, dass die Datenschutzbehörde durch ihren Ermessensspielraum keine Strafe verhängen wird. Wachsam bleiben muss man in jedem Fall – bei Unklarheiten helfen wir unbürokratisch und jederzeit!

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