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Erich von Maurnböck

Erich von Maurnböck

Das Auskunftsbegehren: So ist es rechtskonform!

Immer öfter erhalten Unternehmen Anfragen von betroffenen Personen mit dem Wortlaut: Welche Daten haben Sie von mir in Verarbeitung? 

In Deutschland gab es dazu kürzlich eine äußerst unangenehme Entscheidung:

Die Behörde sagte: Nicht nur die Datenquelle muss mitgeteilt werden, sondern zusätzlich muss auch angegeben werden, wann und mit welchem genauen Inhalt personenbezogene Daten aus einer Quelle übermittelt wurden.

Das ist besonders dann ein Thema, wenn man Daten nicht von der betroffenen Person direkt bekommt, sondern durch einen Dritten (Vermittler, Berater, Makler etc.).

Was muss man laut DSGVO beauskunften:

  • Verarbeitungszwecke
  • Kategorien personenbezogener Daten, die verarbeitet werden
  • Empfänger oder Kategorien von Empfängern
  • Speicherdauer
  • Hinweis auf die Betroffenenrechte: Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Widerspruch
  • Bestehen eines Beschwerderechts bei einer Aufsichtsbehörde;
  • Wenn die personenbezogenen Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben werden, alle verfügbaren Informationen über die Herkunft der Daten
  • Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling
  • Geeignete Garantien bei Datenübermittlung in ein Drittland
  • Kopie der personenbezogenen Daten (Kopien dürfen aber die Rechte und Freiheiten anderer Personen nicht beeinträchtigen)

 

So weitreichend, wie die Behörde in ihrer Entscheidung, war die DSGVO bisher nicht auszulegen. Die Nennung der Quelle hätte aus unserer Sicht ausreichen sollen. Nachdem sich die Behörden aller Länder an den Urteilen ihrer Kollegen EU-weit orientieren, ist also noch größere Sorgfalt und Detaillierung bei der Beantwortung in Zukunft geboten.

Lassen Sie unbedingt Vorsicht walten bei der Beantwortung eines Auskunftsersuchen. Scheuen Sie sich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen – eine Beschwerde an die Behörde ist vom Betroffenen schneller platziert, als einem lieb ist.

Vergessen Sie nicht, Sie haben nur einen Monat Zeit, das ist nicht lange!

Unser Praxistipp: Spielen Sie den Auskunftsprozess intern durch – so finden Sie heraus, ob Sie diesen auch im Ernstfall im Griff haben.

Wir empfehlen: Beantworten Sie Auskunftsanfragen immer SORGFÄLTIG und natürlich fristgerecht, nehmen Sie diese Verpflichtung wirklich ernst.

 

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