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Birgit von Maurnböck

Birgit von Maurnböck

Coronavirus-Erkrankung von Mitarbeitern

Muss/darf ein Arbeitgeber die Belegschaft über die Coronavirus-Erkrankung eines Kollegen informieren?

Bei diesem Thema treffen zwei wichtige und widersprüchliche Grundsätze aufeinander:
Zum einen ist jeder Arbeitgeber dazu verpflichtet, Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz auszuschließen – dazu gehört selbstverständlich auch die Eindämmung einer Virusausbreitung am Arbeitsplatz.
Auf der anderen Seite sind Informationen über Infektionen sensible Gesundheitsdaten, die mit besonderer Vertraulichkeit behandelt werden müssen.
Das Datenschutzrecht lässt allerdings zu, dass Gesundheitsdaten im nötigen Ausmaß verwendet werden dürfen, um die Coronavirus-Ausbreitung einzudämmen und somit andere Personen zu schützen.
Es sollte jedoch im Einzelfall sorgfältig abgewogen werden, ob es tatsächlich nötig ist, die konkreten Namen einzelner Personen zu nennen, oder ob die allgemeine Information, dass ein Kollege erkrankt ist, ausreicht.
Eine konkrete Nennung der Namen Infizierter ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn erhoben werden soll, zu welchen Personen dieser Mitarbeiter oder diese Mitarbeiterin Kontakt hatten. Ist dies nicht notwendig, sollte die Offenlegung von Namen mit Vorsicht behandelt werden. Schließlich soll verhindert werden, dass es zu einer Stigmatisierung einzelner Mitarbeiter kommt. Bei Unklarheiten fragen Sie uns bitte bevor sie in einem Email an alle kommunizieren: Hansi Huber ist krank und ansteckend. Sonst sind wir eventuell gleich beim Thema Datenpanne angelangt. Das wollen wir alle verhindern, nicht wahr?

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