Coronaschutz
Birgit von Maurnböck

Birgit von Maurnböck

Coronaschutz und Datenschutz – Freunde oder Feinde?

Der Schutz von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ist uns Unternehmern ein großes Anliegen, nicht nur, weil dieser gesetzlich vorgeschrieben ist. Und hoffentlich nicht erst seit 16. März 2020.

Unter dem Titel der Fürsorgepflicht haben wir natürlich die Gesundheit unserer Teams zu schützen, aber auch der Datenschutz spielt eine große Rolle.  Wie funktioniert das gemeinsam?

Wo Homeoffice nicht möglich ist, gibt es auch die Möglichkeit bei den Mitarbeitern oder Mitarbeiterinnen täglich morgens Fieber zu messen. Sollte jemand erhöhte Temperatur haben, ist er/sie zu verpflichten, sofort nachhause zu gehen. Um sich selbst, aber auch ALLE ANDEREN zu schützen.

Was macht man nun mit diesen „Fiebermess-Daten“? Nicht aufzeichnen, ganz einfach. Die Fiebermessung erfolgt, bevor eine Person „einstempelt“ und verlässt sofort das Unternehmen, der Tag wird in der Zeiterfassung nur mit „krank“ erfasst. 

Wie geht man mit Personen, die zu „neuen“ Risikogruppen gehören, um?  Wenn kein Homeoffice möglich ist, muss man dienstfreistellen. In der Zeitaufzeichnung wird „dienstfreigestellt“ aufgezeichnet. Ein vorzulegendes Attest ist sicher zu verwahren – wie die gesamten Personalakten. Hier dürfen überhaupt nur sehr wenige Personen Zugriff auf Daten haben. Erzählt die betroffene Person, welche Art von Vorerkrankung vorliegt: Bitte AUF KEINEN FALL aufzeichnen und auch mit niemandem diese Infos teilen.

Letzte Aufgabe: Sicherstellen, dass die Atteste nach Ende der Coronagesetze sofort gelöscht werden.

Auf diesem Weg erfüllt man Fürsorgepflicht UND Datenschutz.

Fazit: Solange man ein paar organisatorische Punkte berücksichtigt, bleiben die beiden auch in außergewöhnlichen Zeiten Freunde 😉

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